Geschichte/Entwicklung

Als 1919 die erste Waldorfschule in Stuttgart gegründet wurde, entstand die Notwendigkeit, bestimmte Schüler besonders zu fördern. «Gibt es durch die Anthroposophie fruchtbare Anregungen für die Arbeit mit behinderten Kindern?» war 1924 die gestellte Ausgangsfrage zur Begründung der anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie.
Die Arbeit in Wuppertal begann 1949. Die Begründer Dr. Lotbar Vogel, Martha Weißenborn und Hermann Becher begannen im Frühjahr 1949 die ersten Kinder in den Räumen der Waldorfschule zu unterrichten und zu fördern.
Eurythmie, Heileurythmie, Farbschatten-Therapie, basale Sinnesschulung, Musikunterricht, Handarbeit, Turnen, Bothmer-Gymnastik, Massagen, Heilbäder, Wickel, Krankengymnastik … all das wurde den Schülern als therapeutische Hilfestellung neben der Waldorfpädagogik schon damals zuteil.
Im Februar 1961 wurde das Troxler-Haus begründet. Die Differenzierung der Keimzelle anthroposophisch-heilpädagogischer Arbeit in Wuppertal schritt weiter voran. Der Anlernbereich der jungen Erwachsenen weitete sich aus. Im Verlauf der nächsten Jahre entstanden weitere Häuser, in denen sich Wohngemeinschaften für Erwachsene beheimateten. 1989 wurde das Werkstattangebot erweitert. 1993 entstand der «Werkhof Rose Ausländer». Der seit den 70ern geführte Sonderkindergarten wird zu einem integrativen Waldorfkindergarten, 2002 erweitert die Schule von 16 auf 60 Plätze (davon 20 entwicklungsverzögerte bzw. behinderte Kinder).
Eines zeigt sich in der Troxler-Haus-Biografie sehr deutlich: den Weg zu neuen Entwicklungsschritten wiesen stets die uns anvertrauten Menschen.
Die Entwicklung und die Impulse unserer Institution strahlten aus auf den Werdegang der anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie in Wuppertal und Umgebung; weitere Einrichtungen entstanden aus dem Troxler-Haus heraus: IONA Wohngemeinschaften, Haus alpha, Hof Sondern, Akademie für Sozialtherapie, Vitalis Wohngemeinschaften.